Geboren 1977 im Süden Frankreichs in eine Hippie-Community, entwickelte die Fotografin Ysel Fournet schon sehr früh eine Sensibilität für das Mensche, Erinnerung und die Zerbrechlichkeit des Daseins. Ausgebildet an der Gobelins-Schule in Paris, hat er ein Werk an der Grenze zwischen Reportage, visueller Fotografie und zeitgenössischer Kunst aufgebaut.
Seit mehreren Jahren beschäftigt sich Ysel mit kraftvollen Themen wie Alter, Behinderung, Krankheit und Armut. Seine Arbeit geht jedoch über einfache Dokumentarfilme hinaus. Dank Überlagerungen, Materialien und Metallunterlagen verwandelt er das Bild in ein sinnliches Erlebnis zwischen dunkler Poesie und emotionaler Spannung.
Ihre künstlerische Forschung war zunächst im Intimen verwurzelt, besonders um ihren Großvater herum, bevor sie sich auf die Welt der Krankenhäuser und Afrikareisen ausweitete. Zwischen Porträtmalerei, Inszenierung und Zeugenaussagen entwickelt er eine zutiefst organische visuelle Sprache, in der Realität mit Surrealismus vermischt wird.
Mit seiner „Calliphora“-Serie geht Ysel einen neuen Schritt, indem er Material- und Bildkunst vollständig in die Fotografie integriert. Sein Universum, sowohl beunruhigend als auch zutiefst menschlich, wurde auf den Rencontres d’Arles, dem Culture Bar-Bars Festival, präsentiert.

